Herbst – wie ich ihn sehe und warum ich ihn so liebe

Während es draußen in Strömen regnet und die ersten orangegelben Blätter von den Bäumen fallen, machen wir Menschen es uns auf Sofas und unter Decken gemütlich. Die Tee-Jahreszeit ist offiziell eröffnet, wenn wir durch die hell dekorierten Straßen laufen und den Geruch von frisch gerösteten Maronen uns entgegen schwebt. Die Herbstzeit hat etwas Magisches an sich. Die ersten kalten Tage nach dem kurzen Sommer mögen zwar Fernweh in uns auslösen, doch bei dem Gedanken an wundervolle Herbstfarben, die uns überall begegnen, wird zumindest mir ganz warm ums Herz.

An solchen Tagen möchte ich eigentlich nur am Fenster sitzen und beobachten, wie die Natur sich ganz unkontrolliert von uns entwickelt. Es ist schön, Dinge zu sehen, die nicht von Menschen gemacht sind, sondern von ganz allein ihren Weg durchlaufen. Jahreszeiten sind so eine Sache. Sie kommen, wann sie wollen. Sie gehen, wenn es Zeit wird. Und den Herbst liebe ich ganz besonders.

Natürlich sind die meisten Menschen vom Sommer angetan. Die warmen Sonnenstrahlen, die langen Abende, das Lachen in den Gesichtern – der Sommer scheint ein Gefühl von Glück auszulösen. Doch mir fehlen die emotionalen Farbwelten im Sommer. Zu keiner anderen Zeit schenkt uns die Natur so viele traumhafte Momente wie im Herbst.

Was man im Herbst so macht

Es ist die kuschelige Zeit der Filme und Kekse, wenn man müde nach Hause kommt. Denn die Dunkelheit bricht schon ein, bevor man es vom Arbeitsplatz zum Straßenverkehr geschafft hat. Die dunklen Gassen sind trotzdem nicht dunkel: Denn die frühe Weihnachtsdekoration sorgt für ein rundum festliches Gefühl. Süße Gewürze liegen in der Luft, eine unvergleichliche Stimmung herrscht in den Einkaufsstraßen. Die Stadt ist nicht so voll wie an fröhlichen Sommertagen, doch der herbstliche Abend lockt auch den einen oder anderen Großstadtliebhaber aus seinem Haus.

Während aus meiner Wohnung leise Blues-Töne erklingen, genießen die meisten Menschen das Miteinander in schönen Altstadt-Cafés, noch kann man draußen sitzen und warme Getränke zu sich nehmen. Das wird sich bald ändern. Solange wir aber diese Zwischenjahreszeit vom Sommer zum Winter haben, sollten wir es uns vor dem Kamin oder bei einem Lagerfeuer richtig gemütlich machen. Dazu empfehle ich Orangentee und Butterkekse, Schokofondue und frische Ofenkartoffeln mit pikanter Soße. Die Herbstküche lässt nicht zu wünschen übrig – viele Menschen wissen das gar nicht. Für mich ist der Herbst die Gourmet-Jahreszeit schlechthin.

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